Haltung - "Systemische Grundhaltung"

Die HALTUNG des Therapeuten spielt für mich eine zentrale Rolle, welche wiederum die THERAPEUTISCHE BEZIEHUNG (wichtigster Wirkfaktor in der psychotherapeutischen Arbeit¹) massgeblich beeinflusst...  Parägung durch die systemische „Heidelberger Schule“, sowie judeo-christliche Mystik. Ganzheitlich Denken.

  • Gemeinsam einen sicheren Erlebnis- und Erlaubnisraum schaffen, in dem Sie viele Wahlmöglichkeiten und Handlungsspielräume erfahren, selbstbestimmt und selbstwirksam.
  • Konstruktivistisch: Sie in Ihrer Einzigartigkeit sehen. Ich gehe davon aus, dass ich nicht alles verstehe⁴ und nähere mich Ihrer Wirklichkeit an, mit der Idee, dass Ihre Wirklichkeit Sinn macht.
  • Ihre Probleme als Lösungen von gestern verstehen, mit besonderer Würdigung der leidenden Seite. Krise als Chance zur Verwandlung (im Ggs. zu "Veränderung" ist hier nichts "falsch" was "richtig" werden muss).
  • Das Leben ist ambivalent³ und oft paradox. Widersprüchlichkeit akzeptieren, im Idealfall umarmen. Integrieren, nicht gegen sich selbst kämpfen.   

¹ Wirkfaktoren nach Grawe   ³ ambivalentes Leben schliesst lineare Kausalität nicht aus.  ⁴ (Buddistische) Mystiker nennen es "Anfängergeist", Jesus: "werdet wie die Kinder" 

Vision  

  • In der einsamsten Generation der Weltgeschichte - die gleichzeitig am meisten „connected“ ist - Verbundenheit fördern, mit sich selbst und mit anderen. Kollektives Erleben (schliesst Individualismus nicht aus¹). Zusammenhalt fördern!
  • In der abgelenktesten Generation der Weltgeschichte Fokus und „Bei-sich-ankommen“ fördern.
  • In einer Gesellschaft, in der einzelne Gruppen/Länder ausgeschlossen werden (aus einem moralischen Überlegenheitsgefühl heraus) - radikale Inklusion leben². Gleichzeitig gesunde (persönliche) Grenzen fördern. Unsere Unterschiedlichkeit feiern!

     ¹ für die zwei zentralen psychischen Bedürfnisse des Menschen - Verbundenheit und Autonomie - eine gesunde Balance finden (extreme Gruppen kippen auf einer Seite runter).

     ² Menschen, die (oft aggressiv) Inklusion und Toleranz fordern, zeigen sich oft sehr intolerant und mit „selektiver Inklusion“ (nur die, die sie für „gut“ erachten, die „Bösen“ gehören nicht dazu)